Trendwörterbücher: Der Banker wird zum Bankster
"In den vergangenen zehn Jahren sind durch Blogs oder soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ extrem viele neue Begriffe entstanden", sagt Dirk Bathen, Redaktionsleiter des Trendbüros. Außerdem hätten Begriffe wie "chatten" oder "surfen" - vor zehn Jahren noch im Szene-Duden aufgeführt - längst Eingang in den Standard-Duden gefunden, so dass die Zeit für eine Neuauflage reif gewesen sei. Das Szene-Wörterbuch ist so etwas wie der rebellische kleine Bruder des "normalen" Duden. Das Nachschlagewerk versteht sich als Momentaufnahme des Sprachgebrauchs. Dennoch gibt es Wörter, die sowohl im altehrwürdigen als auch im neumodischen Duden stehen, wie zum Beispiel "Abwrackprämie", "fremdschämen" oder "vorglühen". "Für uns ist Sprache ein Indikator für gesellschaftlichen Wandel", sagt Dirk Bathen. "Es zeichnet sich ab, dass möglichst viele Informationen auf wenig Raum transportiert werden, das Weglassen von Silben oder ganzen Verben ist ein Zeichen dafür. Daran lässt sich ablesen, wie die Menschen mit der Flut an Informationen umgehen." Bathen spielt auf neue Kurzformen der Kommunikation wie etwa Twitter an.
Siehe auch: http://szenesprachenwiki.de/





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